Beef Jerky selbstgemacht

Schon als ich vor ein paar Jahren mit der LCHF Ernährung begann, stieß ich zum ersten Mal auf Beef Jerky. Damals wusste ich allerdings nicht, was das ist und wie es schmeckt. Einzig die vielen Zusatzstoffe und der sehr hohe Preis haben mich davon abgehalten, es zu kaufen, geschweige denn es regelmäßig zu konsumieren.

Im Sommer 2016 habe ich dann das Bio Beef Jerky von Paleo to go entdeckt und war direkt begeistert von der guten Qualität. Keine Zusatzstoffe und ausschließlich Fleisch aus Weidetierhaltung. Wenn du es mal kosten willst, dann schau mal im Shop vorbei.

Da ich aber immer gerne alles selbst mache und mir nicht vorstellen konnte, dass man Beef Jerky nicht auch selbst machen kann, habe ich mich einmal umgesehen und ein paar Rezepte ausprobiert.

Natürlich ist nicht alles Paleo, denn oft kommen Zucker, Barbecue Sauce oder andere Zutaten in die Marinade und machen aus dem Beef Jerky einen süßen, chipsartigen Snack, den du lieber nur in Ausnahmen verzehren solltest.

Da ich aber ein Jerky gesucht habe, dass sowohl proteinreich als auch paleokonform ist, blieb am Ende nicht all zu viel übrig.

Entschieden habe ich mich für einen der Klassiker (leider nicht Paleo) so wie eine ganz simple Version ohne viel Gewürz (Paleo).

Dinge die du brauchst:

Dörrautomaten, Schneidebrett mit Kochmesser, eine Küchenwaage und eine größere Frischhaltedose für den Kühlschrank

Zutaten:

1.500 g mageres Rouladenfleisch (Tipp: 1/2 Schnittbreite bestellen!)
200 ml Worcestersauce
200 ml gutenfreie Sojasauce (z.B. Kikkoman Tamari)
2 TL Bio Knoblauchpulver
2 TL Zwiebelpulver
2 TL Knoblauchsalz
2 TL Totes Meer Salz (naturbelassen) oder Zwiebelsalz
2 EL Tomatenketchup
1 TL Pfeffer

Alternativ kannst du das Fleisch einfach mit Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen einreiben. Ohne Worcestersauce, Tamari und Tomatenketchup ist es auch ganz sicher paleokonform.

Zubereitung:

Das vorgeschnittene Rouladenfleisch noch einmal in 3-5 cm breite und max. 10 cm lange Streifen schneiden und anschließend nach Geschmack würzen oder in der fertigen Marinade einlegen. Bitte alle sichtbaren Fette, soweit es geht, entfernen. Diese werden speckig und ranzig und schmecken nicht sonderlich gut.

Je nach Geschmack, kann man das Fleisch nun bis zu 48 Stunden in der Marinade liegen lassen. Vor allem meine Kinder mögen es dann nicht mehr, da es ihnen zu würzig ist.

Hier musst du einfach ein wenig experimentieren. Die Paleo Variante (ohne Marinade) kannst du sofort trocknen.

Das Fleisch verteilst du nun einfach in den unterschiedlichen Ebenen des Dörrautomaten und immer so, dass die Stücke nicht übereinander liegen.

Dörrautomaten auf 60° – 70° C einstellen und ca. 3-4 Stunden dörren. Anschließend das Gerät ausschalten und das Fleisch aus der untersten Ebene kosten. Wenn es schon etwas trockener ist, kannst du die unterste Lage oben drauf legen und das Ganze wieder in den Dörrautomaten legen. Jetzt darfst du regelmäßig nachsehen, um zu verhindern, dass dein Jerky zu trocken wird.

Nach 5-6 Stunden ist es meist fertig. Bedenke, dass es auch im Kühlschrank noch ein wenig nach trocknet, so dass es dann hart wird, wenn du es zu lange im Dörrautomaten gelassen hast.

Durch das Trocknen, wird dem Fleisch Flüssigkeit entzogen, so dass es ca. 50% seines Gewichts einbüßt. Dafür ist es danach aber eine echte Proteinbombe und ein leckerer Snack für Zwischendurch.

Lass‘ es dir schmecken!

Tipp: Beef Jerky eignet sich sehr gut als Wurstersatz für Unterwegs und ist frei von Natriumnitrit.

P.S. Wenn du keine Lust hast Beef Jerky selbst zu machen, dann schau mal bei Paleo To Go vorbei. Dort findest du leckere Beef Jerky Sorten.

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