Magnesium

Magnesium ist ein wahres Wundermineral und an so vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt, dass man es ohne zu übertreiben als das wichtigste Mineral für Mensch und Tier bezeichnen kann.

Satte 60% des Magnesiums befindet sich in den Kochen und den Zähnen und weitere 30% im Bindegewebe der Leber und der Muskulatur. Insgesamt sind nur rund 2% in den Körperflüssigkeiten und somit auch im Serum zu finden.

Aufgrund seiner Bedeutung, muss es täglich über die Nahrung zugeführt werden, damit der Körper reibungslos funktionieren und ein Mangel erst gar nicht entstehen kann.

Funktionen

  • Magnesium ist das zweithäufigste, intrazelluläre Kation und immer da zu finden, wo auch Kalzium benötigt wird. Ohne Magnesium kann Kalzium nicht in die Knochen und Zähne eingebaut werden und verbleibt in der Blutbahn.
  • Magnesium ist für den Energiestoffwechsel essentiell und bildet mit ATP ein stabiles Gebilde. Fehlt Magnesium, können die Zellen nicht ausreichend Energie herstellen und wir fühlen uns geschwächt.
  • Magnesium ist neben Kalzium und Phosphor das wichtigste Mineral für stabile Knochen und Zähne. Es macht die Knochen und Zähne stabil und verhindert das Karies den Zahnschmelz zerstört.
  • Ohne Magnesium kann das Nervensystem nicht funktionieren, denn es reguliert das Zusammenziehen und Entspannen der Muskeln sowie die normale Funktion des Zentralnervensystems
  • Magnesium stabilisiert als Co-Faktor der Natrium-Kalium-Pumpe die Zellmembran und erhöht ihre Durchlässigkeit, so dass der Transport von Natrium und Kalium in die Zelle und wieder raus, reibungslos funktioniert.

Vorkommen in der Nahrung

In der heutigen Zeit sind bis zu 70% der Bevölkerung schlecht mit Magnesium versorgt oder leiden bereits unter einem Mangel. Begründen lässt sich dies vor Allem durch die modernen auf Monokulturen und Stickstoffdünger basierenden Anbaumethoden einer maximal industrialisierten Landwirtschaft, welche unsere Böden auslaugt und ihnen mehr Magnesium entzieht als über die natürliche Verwitterung wieder zurückgeführt werden kann.

Aus diesem Grund enthalten mittlerweile viele, ursprünglich sehr magnesiumreiche Nahrungmittel, deutlich weniger Mineralstoffe und natürlich auch Magnesium und eine Versorgung über die Nahrung ist mehr als fragwürdig.

Nahrungsmittel mit hohem Magnesiumgehalt

  • 100 g polierter Reis – 160 mg Magnesium
  • 25 g Weizenkleie – 145-150 mg Magnesium
  • 100 g Linsen – 120 mg Magnesium
  • 25 g Sonnenblumenkerne – 105 mg Magnesium
  • 100 g Schokolade – 80-100 mg Magnesium
  • 100 g Weizenvollkornbrot – 90 mg Magnesium
  • 25 g Weizenkeime – 60-65 mg Magnesium
  • 50 g Walnüsse, Haselnüsse oder Mandel – 65-80 mg Magnesium
  • 100 g Spinat – 60 mg Magnesium

Wie entsteht ein Mangel?

  • Da die Aufnahme von Magnesium über die Nahrung nur suboptimal ist, führt eine unzureichende Zufuhr schnell zu einem Mangel.
  • Magen-Darm Erkrankungen verschlechtern die Aufnahme von Magnesium spürbar.
  • Leistungssportler verlieren sehr viel Magnesium über den Schweiß.
  • Gestresste Menschen verbrauchen sehr viel mehr Magnesium als ausgeglichene Menschen.
  • Die langanhaltende Einnahme von Medikamenten z.B. Diuretika und Cortison stören den Magnesiumhaushalt
  • In bestimmten Lebenssituationen ist der Magnesiumbedarf besonders hoch. Vor Allem während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie im Wachstum
  • Ein Mangel an B-Vitaminen fördert auch einen Magnesiummangel.
  • Chronische Belastungen insbesondere mit Aluminium und Blei stören die Magnesiumaufnahme empfindlich.
  • Ein hoher Alkoholkonsum sowie eine sehr kalziumreiche und eiweißhaltige Ernährung können einen Magnesiummangel begünstigen.

Was sind die Folgen eines Mangels?

  • Muskelzittern und Muskelkrämpfe
  • Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit
  • Depressionen
  • Störungen des Immunsystems
  • Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose
  • Übelkeit
  • Herz-Rhythmus-Störungen sowie Störungen der Herzfunktion
  • Störungen der Kalzium-Magnesium-Phosphor Balance und in Folge dessen Symptome im Bereich der Knochen, Muskeln, Nerven und Gefäße.

Wie kannst du einen Mangel erkennen?

Natürlich solltest du dir bei auftretenden Symptomen, Gedanken machen, deine Magnesiumzufuhr unbedingt überprüfen und ggf. supplementieren.

Es gibt aber auch die Möglichkeit deine Versorgung mit Magnesium durch einen Bluttest überprüfen zu lassen. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass Magnesium nicht nur über das Serum bestimmt werden sollte, da sich nur 2% des vorhandenen Magnesiums in den Körperflüssigkeiten befindet.

Solltest du also zu einem Arzt gehen, um deinen Magnesiumspiegel bestimmen zu lassen, dann achte bitte darauf, das der Wert au dem Vollblut bestimmt wird, also auch der intrazelluläre Magnesiumspiegel ermittelt wird.

Solltest du keine Lust haben zu einem Arzt zu gehen und den Test lieber selbst durchführen wollen, dann kannst du mit dem myFitness Bluttest von Lykon, neben weiteren Parametern auch deinen Magnesiumspiegel messen lassen. Zusätzlich erhältst du natürlich auch wichtige Informationen rund um die ermittelten Werte und Tipps, was du anschließend tun kannst.

Macht eine Supplementierung Sinn?

Ob eine Nahrungsergänzung Sinn macht, ist letztendlich eine individuelle Entscheidung und hängt im Wesentlichen auch von deinem Wohlbefinden ab. Da Magnesium jedoch ein sehr wichtiges Mineral ist und wir tendenziell deutlich unterversorgt sind, empfehle ich den meisten Menschen eine tägliche Ergänzung.

Dabei solltest du wissen, dass unser Darm generell ein Flaschenhals ist, wenn es um die Aufnahme von Nährstoffen und das die biologische Verfügbarkeit von Nährstoffen aus der Nahrung leider nicht zu 100 % gegeben ist.

Kurzum: Das in der Nahrung vorhandene Magnesium ist zu maximal 60 % und das aus den üblichen Nahrungsergänzungsmitteln zu bestenfalls 30 % verwertbar. Der Rest wird erst gar nicht resorbiert und direkt wieder ausgeschieden.

Schaut man sich nun die Nahrungsmittelübersicht (oben) an, entsteht schnell der Einruck, dass eine ausreichende tägliche Magnesiumzufuhr über die Ernährung kaum zu bewerkstelligen ist.

Die richtige Magnesium Einnahme

Ist eine Überdosierung möglich?

Im Prinzip sind die meisten Menschen unterversorgt oder leiden gar an einem Magnesiummangel. Von daher ist eine Vergiftung mit Magnesium unter normalen Umständen unmöglich. Hinzu kommt, dass bei oraler Einnahme von Magnesium der Darm sehr schnell beginnt das Magnesium wieder auszuscheiden ohne dass es zu irgendwelchen Nebenwirkungen kommt.

Bei der transdermalen Einnahme sieht es ganz ähnlich aus und überschüssiges Magnesium wird vom Körper über die Nieren ausgeschieden.

Gibt es auch Gegenanzeigen?

Zum Glück vertragen die meisten Menschen Magnesiumöl sehr gut und es gibt nur wenige Gründe, die gegen eine Anwendung mit Magnesiumöl sprechen. Wenn du an einer der folgenden Beschwerden leidest, solltest du zunächst auf die Anwendung von Magnesiumöl verzichten und vorab mit deinem behandelnden Arzt oder einem Heilpraktiker besprechen.

  • Nierenfunktionsstörung
  • Niereninsuffizienz
  • Reizleitungsstörung des Herzens (AV-Block)
  • Muskelerkrankung Myastenia Gravis

Die längerfristige Einnahme von Cortison macht die Haut dünn und empfindlich. Daher kann es durch das Auftragen von Magnesiumöl zu Hautreizungen kommen. Am besten testest du vorher an verschiedenen Hautstellen, wie du es verträgst und beginnst erst einmal mit einer weniger starken Konzentration oder einer weniger häufigen Anwendung.

Magnesium Präparate im Überblick

Weitere Informationen über Magnesium

Quellen

Wenn du noch mehr willst

An dieser Stelle möchte ich dich auf 3 weitere sehr gute Möglichkeiten hinweisen, deinen Wissensdurst im Bereich evolutionäre Gesundheit zu stillen. Meine Podcasts liefern dir weitere Informationen rund um den Paleo Lifestyle und im Grundlagen Bereich habe ich versucht alle wichtigen Informationen über Paleo zusammen zu fassen. Wenn du dich jedoch direkt mit Anderen austauschen willst, dann solltest du unbedingt meinem Telegram Kanal beitreten.

Disclaimer / Haftungsausschluss

Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben und geben auch keine Heilversprechen.

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