Die 3 Gründe warum wir immer dicker werden und 3 simple Tricks, um das zu verhindern

„Iss nicht soviel Süßkram, das ist schlecht für die Zähne!“ sagte meine Mutter immer. Wer hat das als Kind nicht regelmäßig zu hören bekommen? Komisch allerdings, dass meine Mutter an Marmelade, Nutella, Honig und Co. nichts auszusetzen hatte, nein ganz im Gegenteil! Honig ist doch gesund! Zudem musste ich mir im Winter, morgens vor der Schule, immer einen Löffel Sanostol rein drängeln und wer da mal auf die Flasche geschaut hat, der wird sich ungläubig die Augen reiben und unweigerlich fragen: „Seit wann sind Zucker, Glucosesirup und Nicotinsäureamid denn gesund?“ Ich mache meinen Eltern aber keine Vorwürfe, denn eine gut durchdachte Maschinerie hat allen Eltern fein säuberlich eingetrichtert, was sie ihren Kindern kaufen sollen, was die Familie unbedingt haben muss oder essen sollte. Selbstbestimmung und nachdenken, was man sich und seinen Kindern da eigentlich auftischt, war zumindest in meiner Kindheit, den späten Siebzigern und frühen Achtzigern nicht üblich. Zwei Lebensmittel sind dabei immer wieder auf dem Teller gelandet – Brot und Nudeln. Bis zu meinem 19. Lebensjahr konnte mir auch kein einziges Nahrungsmittel etwas anhaben. Ich war schlank und drahtig und kein einziges Fettpölsterchen zierte meinen Körper. Doch als ich vermeintlich ausgereift war und die ganze Energie nirgendwo mehr entweichen konnte, war sie vom einen auf den anderen Tag da, die Wohlstandsplautze und mit ihr die Gewissheit, das ich ab jetzt wohl doch ein wenig mehr auf meine Figur achten muss.

Die UR-Sache allen Übels?

Wenn du das hier liest, dann gehörst du, wie ich, vielleicht auch zu dieser Gruppe Mensch, die bei jedem Grillabend höllisch aufpassen muss, damit am nächsten Morgen die Waage nicht sofort ausschlägt.

Daher möchte ich dir hier die 3 Faktoren vorstellen, die meiner Meinung nach mit daran Schuld sind an unserem Dilemma.

1. Wir essen mehr als wir brauchen

Unser Körper ist zunächst einmal sehr simpel gestrickt. Er braucht z.B. 2.000 Kcal pro Tag und wenn du ihm dauerhaft 500 Kcal zu viel Energie zuführst, wird er jede überschüssige Kalorie als Bauchspeck für schlechte Zeiten anlegen.

Was vor ein paar hundert Jahren noch sehr nützlich war, denn damals wusste keiner, wann es das nächste mal was zum Essen gibt, ist heute nahezu nicht mehr relevant. Nahrung ist, mal von den bekannten Ausnahmen (Afrika, Ostasien etc.) abgesehen, in großen Teilen der Welt regelmäßig verfügbar.

Ein Fettpolster braucht also keiner mehr so richtig und daher bleibt es auch oft, sobald einmal gut angelegt, renitent an seinem Ort und nervt uns alle gewaltig.

2. Wir bewegen uns zu wenig

Bewegung ist nicht nur gut für den Muskel- und Gelenkapparat, sondern verbrennt auch Energie und konditioniert unseren Körper. Bewegen wir uns nicht oder nur unzureichend, verbraucht unser Körper weniger Energie und setzt Fett an. Ein zunehmendes Problem der modernen Internet und Dienstleistungsgesellschaft.

Als unsere Vorfahren noch auf der Erde wandelten, mussten sie regelmäßig große Distanzen zu Fuß zurücklegen, um Nahrungsmittel und Wasser zu finden. Die Jagd war zudem körperlich sehr anstrengend (Olympia ist gar nichts dagegen). Es gab keine Maschinen und alles musste mit körperlicher Arbeit erledigt werden

Das wenige Fett wurde somit recht schnell wieder verbraucht, zumindest bis zum nächsten größeren Gelage.

3. Wir essen zu viele Kohlenhydrate

Kohlenhydrate, sind schnell verfügbare und lebensnotwendige Energielieferanten, die vorzugsweise bei sportlichen Aktivitäten mit höherem Puls und körperlicher Arbeit vom Körper benötigt werden.

Wer den ganzen Tag nur am PC sitzt oder sich generell sehr wenig bewegt, braucht dementsprechend weniger Kohlenhydrate. Die überschüssigen und nicht benötigten Kohlenhydrate wandelt der Körper einfach in Fette um, die dann eingelagert werden.

Da unser Körper heutzutage aber auf das Verbrennen von Kohlenhydraten programmiert ist, verlangt er nach immer mehr davon und fasst das überschüssige Fett erst gar nicht an.

Das Ergebnis ist immer wieder Übergewicht trotz fettarmer Kost.

Willst du das verhindern, musst du zum Kalorienzähler werden oder einen Ausgleich finden, um überschüssige Kohlenhydrate und damit Kalorien zu verbrennen.

Was also tun, wenn du keine Kalorien zählen magst?

Du könntest deinem Körper beibringen andere Energiequellen zu bevorzugen und auf Fett als Primärtreibstoff zurückzugreifen. Dazu werde ich dir in einem zukünftigen Artikel etwas mehr verraten.

Zum Abschluss möchte ich dir ein paar simple Tipps für die beiden Punkte a und b an die Hand geben. Du kannst sie nämlich sehr gut beeinflussen, indem du ein paar Kleinigkeiten beachtest, die mir in den letzten Jahren immer wieder geholfen haben

1. Regelmäßig klares Wasser trinken

Faustregel sind 30ml pro Kilo Körpergewicht, wenn du nicht aufgrund erhöhter Temperaturen oder Sport mehr Wasser als gewöhnlich benötigst. Dabei auf Kohlensäure verzichten, denn diese stört das Säure/Basen Verhältnis.

Bitte beachte, dass Alkohol und Koffein die Nierentätigkeit anregen und somit dehydrierend auf den Körper wirken. Du solltest also nachdem Genuss von Kaffee die halbe Menge und bei Alkohol die doppelte Menge an Wasser zusätzlich trinken.

Nehmen wir mal an, du wiegst 75 Kg, dann benötigst du ca. 2,25 Liter Wasser am Tag. Trinkst du jetzt noch 2 Tassen (ca. 450 ml) Kaffee, dann steigt dein Wasserbedarf um 225 ml auf 2,27 Liter. Das leckere Bierchen am Abend (ca. 330 ml) erhöht den Bedarf noch einmal um 660 ml auf 2,93 Liter. Daher ist ein Großteil der Bevölkerung auch chronisch dehydriert.

Zudem verwechseln viele Menschen Hunger mit Durst. Spürst du Hunger obwohl die letzte Mahlzeit noch nicht so lange her ist, dann trink ein großes Glas Wasser. Sollte sich der Hunger verflüchtigen, dann war es Durst und du hast dir unnötige Kalorien erspart.

Außerdem hilft Wasser dem Körper überschüssiges Fett aus den Zellen zu spülen. Keine Gewichtsreduktion wird auf Dauer funktionieren, wenn du zu wenig Wasser trinkst

2. Langsamer essen

Die ständige Hetzerei bei allen Mahlzeiten, in manchen Zeiten habe ich mein Mittagessen vor dem PC eingenommen, führt zu Verdauungsproblemen, Sodbrennen und natürlich zu Übergewicht. Seit einigen Monaten esse ich langsamer und bewusster und stelle fest, dass ich auf einmal satt bin, obwohl ich deutlich weniger gegessen habe als früher.

Es dauert ungefähr 20 min, bis das Signal „Magen voll“ beim Gehirn ankommt und das Hungergefühl nachlässt. Ich weiß, dass ist ein alter Hut aber es ist wahr. Iss langsamer und du isst automatisch weniger und somit sparst du auch Kalorien.

3. Regelmäßige Bewegung

Auch das weiß ja eigentlich jeder und dennoch warten so viele Menschen vor dem Aufzug, um damit in den 1. oder 2. Stock zu fahren, während ich in der Hälfte der Zeit bereits zu Fuß im 2. Stock angekommen bin.

Tu dir selbst einen Gefallen und

  • Verzichte auf den Aufzug, wo es nur geht
  • Fahr ab und an mit dem Rad ins Büro oder zu einer Verabredung
  • Mache jeden Tag einen kleinen Spaziergang. Das hilft dir nicht nur den Kopf frei zu kriegen, sondern auch deine Energiebilanz zu deinen Gunsten zu beeinflussen.

Fazit:

Trotz den oben beschriebenen Tipps gelingt es vielen Menschen heutzutage nicht mehr schlank zu bleiben ohne regelmäßige Diäten einzulegen oder sich viele Dinge zu verkneifen. Der moderne Büromensch kämpft Jahr für Jahr an der Speckfront gegen sein Übergewicht an und immer häufiger verliert er diesen Kampf und wird immer dicker.

Aber warum ist das so? Leiden wir alle an einer mysteriösen Stoffwechselerkrankung oder können wir uns einfach nur nicht beherrschen?

Als ich vor einigen Jahren damit begann meine Ernährung Schritt für Schritt umzustellen und dabei immer mehr auf Kohlenhydrate verzichtete, wurde mir klar, dass das für mich der einzige Weg aus der Fettfalle war.

Endlich nahm ich ab und die Kilos blieben weg, auch wenn ich mich nicht bewegte oder mal sündigte. Hatte ich in Spitzenzeiten bei 1,90 m Körpergröße satte 114 Kg mit mir rumgeschleppt, war ich nach vielen Jahren endlich wieder unter der magischen 100 Kg Grenze gelandet.

Doch auf dem Weg dorthin, habe ich so einige Dinge ausprobiert und bin damit gescheitert. Im nächsten Artikel werde ich dir meine Top 5 der Dinge vorstellen, die niemals funktionieren und warum.

Zum Abschluss habe ich 3 Fragen für dich:

1.) Welche Nahrungsmittel bevorzugst du?

2.) Leidest du an Übergewicht?

3.) Was hast du bisher getan um das zu ändern?

Bis zum nächsten Mal und bleib‘ gesund!

Dein
Sascha Röhler

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