Meine 5 Ernährungsmythen und warum Diäten nicht funktionieren

Meine Ur-Großeltern haben es getan. Meine Großeltern haben es getan. Und meine Eltern? Die konnten es schon nicht mehr so ungehemmt tun. Die Rede ist vom Brot, Nudeln und Reis essen.Mein Eltern waren nämlich keine Land- oder Fabrikarbeiter oder gar sportbegeisterte Hobbyathleten, sondern ganz normale Arbeiter mit Jobs, bei denen Bewegung i.d.R viel zu kurz kam und speziell bei meinem Vater, der seit ich denken kann, Berufskraftfahrer war,  kam nicht nur der Sport viel zu kurz.So war es nicht besonders wunderlich, dass meine beiden Eltern eher zu Übergewicht neigten als zu einer drahtigen und sportlichen Figur.Und was meine Person angeht, so dürfte ja spätestens seit dem letzten Artikel klar sein, dass ich keinen „Superman Körper“ habe und an der gemeinen Volkskrankheit Übergewicht durch Kohlenhydrat-Missbrauch leide.

Wie alles begann

„Vergiss dein Pausenbrot nicht Sascha!“ rief mir meine Mutter mit erregter Stimme hinterher und stand mit meiner Brotdose wedelnd an der Haustüre. „Sonst kriegst du nachher Hunger und musst bis zum Mittagessen bei Oma warten.“ Also schnappte ich mir das gute Stück und war auch schon auf dem Weg zum Bus.

So oder so ähnlich hat es sich regelmäßig zugetragen, denn das Pausenbrot war nicht mein liebster Begleiter. Schließlich gab’s am Schulkiosk so viele leckere Sachen, die ich lieber gegessen hätte, als Mamas mit viel Liebe geschmierte Butterstulle.

In den vielen Jahren meiner Schulzeit habe ich sicherlich ne Menge Butterbrote, Spaghetti, Kartoffeln, Klöse, Reis und Pommes verdrückt aber wirklich geschadet hat es meiner Figur niemals. Dafür war ich einfach zu hippelig, nervös, unruhig und aktiv. Und ja, ich war damals sogar sehr sportlich.

Doch als dann die Studienzeit begann und auch noch der Alkohol, das unsägliche Mensafrass und jede Menge Fastfood dazu kam, wollte mein Körper plötzlich nicht mehr schlank bleiben und ich begann zu zu legen.

Hatte ich zu Beginn meiner Studienzeit noch 85 Kg bei 1,90 m Körpergröße, waren es zu Beginn meiner beruflichen Tätigkeit schon knapp 100 Kg und im Sommer 2014 dann satte 114 Kg, Tendenz steigend.

Probiert hatte ich schon viel, doch der durchschlagende Erfolg blieb aus.

Hier also meine Top 5 der Dinge die niemals funktionieren, zumindest nicht auf Dauer

1. FDH auf Deutsch – Friss die Hälfte

Führte bei mir immer nur zu Hunger, schlechter Laune und Rückfall mit donnerndem Jojo Effekt. Wenn du deinem Körper notwendige Kalorien verweigerst, wird er einfach das Notprogramm starten und dir sprichwörtlich „den dicken Finger“ zeigen. Nach anfänglich purzelnden Kilos ist dann nach max. 10 Tagen Schluss und du nimmst nichts mehr ab. Basta, da gibt’s keinen Geheimtipp außer: „Lass‘ es bleiben!“ Es sei denn, du willst dich nur mal für ne Woche Malle hübsch hungern.

2. Die XY Diät

Hier darfst du dir irgendeinen coolen, stylisch klingenden Namen für XY einsetzen, denn Diäten hat’s ja genug auf der Welt und alle haben DEN GEHEIMTIPP wie du in X Tagen Y Kg abnehmen wirst und zwar ohne Verzicht und im Schlaf. Jaja aber leider nicht ohne Jojo und das sagt dir dann wiederum keiner.

Alle Diäten basieren auf dem gleichen Konzept. Sie führen ein Kaloriendefizit herbei, indem Nahrungskomponenten weg gelassen, getrennt aufgenommen oder reduziert werden. Die bekanntesten und immer mal wieder in den Medien diskutierten Vertreter sind sicherlich

a. Weight watchers

b. Brigitte Diät

c. Trennkost

so wie weitere 200 Diät Variationen die vorzugsweise ab dem Frühling die Zeitungscover nahezu jeder zweiten Zeitschrift schmücken.

Helfen kann dir aber keine Diät, denn du kannst sie nicht dein Leben lang durchhalten und das ist auch nicht das Ziel dieser Diäten. Sie versprechen dir den schnellen Erfolg, welcher sich meist auch einstellt. Die Enttäuschung ist entsprechend groß, wenn nach der Rückkehr zur Normalität die kleinen fiesen Pölsterchen wieder da sind und ein paar Freunde eingeladen haben.

3. Fett reduzieren

Der größte Reinfall aller Zeiten. Ich gehe soweit zu behaupten, dass die Antifett Kampagne, die seit vielen Jahren mit teilweise völlig unsachlichen Methoden betrieben wird, an Unwissenheit und Dreistigkeit kaum noch zu überbieten ist.

Was sollte es dir bringen jede Form von Fett zu vermeiden und durch tonnenweise Brot, Reis und Nudeln zu ersetzen? Wo dein Körper doch, wie wir wissen, alle überschüssigen Kohlenhydrate in Fett umwandelt, sollten diese nicht vollständig verbraucht werden.

Millionen Deutsche mästen sich auf diese Weise mit mediterraner Nudelkost, verkneifen sich jegliche Art von Fett und wundern sich, dass sie nicht schlanker sondern dicker werden. Ich kenne persönlich keinen einzigen Menschen, der dadurch dauerhaft abgenommen hat ohne regelmäßig Sport zu betreiben.

4. Ab [18:00]h nichts mehr essen

Oh ja, ich liebe dieses Märchen vom schlanken Elfchen, dass nur deswegen abnahm weil es einfach nach [18:00]h nichts mehr aß.

Dann frage ich mich immer warum nicht alle deutschen Schichtarbeiter fettleibig sind, wo sie doch alle zu den unterschiedlichsten Zeiten essen?

Bitte glaube mir, dass wenn du nicht mehr isst als dein Körper braucht, du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zunimmst, selbst wenn du ausschließlich zwischen [18:00] und [08:00] morgens isst.

Im Umkehrschluss wirst du garantiert Gewicht zulegen, wenn du jeden Tag zwar nur zwischen [08:00]h und [18:00]h isst aber 25% mehr Kalorien konsumierst als du eigentlich brauchst. Außerdem steigt das Risiko, zu Naschereien zu greifen deutlich an, wenn du um [18:00]h das Letzte isst und bis 23.00 oder noch länger wach bleibst.

In späteren Artikeln werde ich dir aber trotzdem ein paar Tricks verraten wie du es schaffen kannst, um 18.00h zu essen und bis zum nächsten Morgen Pappsatt zu bleiben.

Dein Körper verbrennt Tag und Nacht, 24 Stunden, rund um die Uhr. Der berühmte Buchtitel „Schlank im Schlaf“ ist also überhaupt nicht übertrieben, sondern durchaus realistisch.

5. Abends keine Kohlenhydrate

Auch das ist nur teilweise richtig! Wenn du morgens 5 belegte Brötchen, Mittags 350g Spaghetti und zum Nachtisch einen Schokoladenpudding verdrückst, hast du zur Tagesmitte bereits die Menge an Kohlenhydraten intus, die ein normaler Mensch über den ganzen Tag verteilt zu sich nimmt.

Da kannst du abends gerne auf alle Kohlenhydrate verzichten und wirst nicht 1g Gewicht verlieren. Da bin ich mir sicher.

Wer jedoch bei normaler Ernährung abends das Brot weglässt, wird zumindest kurzfristig Gewicht reduzieren und bei moderater Bewegung sogar halten. Einen solchen Fall kenne ich aus meinem näheren Umfeld. Doch solange dein Körper Kohlenhydrate als Primärtreibstoff benötigt, wirst du mit der Methode niemals schlank werden.

Fazit

Eine Diät wird dir niemals helfen dauerhaft abzunehmen und dem Teufelskreis zu entkommen. Dein Körper ist aufs Überleben ausgelegt und sobald er einen Mangel erkennt, schaltet er das aus der UR-Zeit stammende Notprogramm ein, um deinen Hungertod zu verhindern.

Woher soll er auch wissen, dass du einfach nur ein paar Kilos loswerden willst, um wieder einen flachen Bauch zu kriegen oder in deine schicke Retrojeans rein zu passen.

Die Lösung ist so leicht wie naheliegend. Du musst deinem Körper die einzig funktionierende Diät gönnen, die er kennt und auch akzeptiert, die Steinzeitdiät.

Denn wie ich bereits im ersten Artikel „Mammut auf dem Teller, was wir von unseren Vorfahren lernen können“ beschrieben habe, sind unsere Gene noch nicht in der Neuzeit angekommen und wir sind noch nicht auf kohlenhydratreiche Kost eingestellt.

Im nächsten Artikel möchte ich dir gerne zeigen warum Kohlenhydrate in der heutigen Zeit eher Fluch als Segen sind und wie ich es geschafft habe, dauerhaft 15 Kilo abzunehmen ohne mich dabei besonders viel zu bewegen.

Zum Abschluss habe ich 3 Fragen für dich:

1.) Wie häufig isst du Kohlenhydrate?

2.) Wie viele Diäten hast du schon ausprobiert?

3.) Womit hattest du den größten Erfolg?

Bis zum nächsten Mal und bleib‘ gesund!

Dein
Sascha Röhler

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